Karneval . . . 

Der wird traditionell am 11.11. um 11 Uhr 11 auf dem Alter Markt eröffnet. Damit beginnt die sogenannte fünfte Jahreszeit, die für einige Karnevalsjecken die lange Durststrecke im Sommer endlich beendet. Ab dem 11.11. laden hunderte von Sitzungen das Publikum zum lachen, singen und feiern ein. Wir sind mittendrin und ziehen als Regimentskapelle der Altstädter von Bühne zu Bühne. 

Der Straßenkarneval beginnt etwa drei Monate später und wird am Tag der Eröffnung auf der Straße und in den Kneipen in ganz Köln kostümiert gefeiert. An Wieverfastelovend (Weiberfastnacht ) findet dazu auf dem "Alter Markt" die größte Freiluftsitzung mit über 20.000 Jecken statt. 

Schon morgens ab 9 Uhr heizen wir das Publikum mit unseren kölschen Liedern kräftig an, damit sie zu Sitzungsbeginn um 10 Uhr bereits auf voller Temperatur sind. Zwischen all den Bands, Gruppen und Sängern, die jetzt auftreten bringen wir das Publikum immer wieder zum singen und schunkeln und stopfen so manches Loch im Programm. 
Um elf Uhr elf eröffnet dann der Oberbürgermeister mit dem Dreigestirn offiziell den Straßenkarneval mit dreimal Kölle Alaaf. Jetzt wird in der Stadt den ganzen Tag und die ganze Nacht auf den Straßen, in den Kneipen und in den Büros gefeiert. Wir spielen weiter auf der Bühne und ziehen später selber durch die Stadt. 



Parallel zur Freiluftsitzung erfolgt um 10 Uhr im Rathaus von Köln die Übergabe des Schlüssels der Stadt Köln an die Jecken. Mit der Übergabe des Schlüssels vom  Oberbürgermeister an das Dreigestirn regieren die Jecken bis Aschermittwoch im Rathaus und in ganz Köln.

Eine kleine Abordnung aus unseren Reihen sorgt als "Kleine Tusch-Kapelle" für den musikalischen Rahmen und für einen kräftigen Tusch bei der Übergabe.
  

Am Freitag und Samstag wird überall gefeiert, auf den Straßen, in den Sälen, in jeder Kneipe, zu Hause im Hobbykeller oder gar im Wohnzimmer. 

Wir feiern am Samstag mit den Altstädtern und begleiten sie als Regimentskapelle zum Funkenbiwak auf dem Neumarkt. Hier marschieren abwechselnd alle Funken-Regimente auf und lassen ihr Funkemariechen tanzen. Wir geben den musikalisch Takt an, damit das ganze Regiment nicht aus dem Tritt kommt und unser Funkemariechen ordentlich tanzen kann. Das ganze lassen wir feucht lustig mit kölschen Lieder an der Kneipe "Bei d´r Tant"  ausklingen.  

Abends sind wir wieder als Musik-Clowns unterwegs und ziehen von Bühne zu Kneipe zu Bühne zu....


Am Sonntag treffen wir uns um 11 Uhr zum Frühschoppen und bereiten uns auf den Veedelszoch in Köln-Flittard vor. 

Gestärkt mit Ähzezupp, Wurst und Brötchen geht es dann um 14 Uhr los. Im Zoch gehen viele Ortsvereine mit ihren phantasievollen Kostümen und aufwendig gestalteten Wagen mit. Als Musik-Clowns ziehen unsere Pänz vorne weg und schmeißen Kamelle und Strüßjer mit lauten Alaaf in das Publikum am Zugweg. Wir folgen mit unseren musikalischen Kamellen und bringen die Jecken zum singen und schunkeln.
   


Der Ruusemondach ist neben Weiberfastnacht ein Höhepunkt des Straßenkarnevals. 

Der Zug geht um 11 vor 11 am Chlodwigplatz los und braucht für den 6,5 Kilometer langen Weg etwa vier Stunden. Die Zuschauer können dem Zug über drei Stunden zuschauen.

Wir gehen bereits seit über 25 Jahren im Rosenmontagszug mit und unterstützen die Altstädter als Regimentskapelle seit nunmehr 15 Jahren. Gemeinsam mit dem Regiments-Spielmannszug sind wir mit über 100 Musikern eine der größten Musikgruppen im Zug. 

 



 

Am Veilchendienstag ist Familientag, wir ziehen mit Kind und Kegel los und schauen uns  den Veedelszoch in Köln-Ehrenfeld an. An unserem Stammplatz steht bereits ein Pittermännchen mit Kölsch und Limo bereit um uns für den Zug zu stärken.  Mit ein paar Liedchen bringen wir die Straße bereits vor dem Zug in Schwung. Sobald der Zug los geht spendieren wir jeder Gruppe einen lauten Tusch mit dreimal Kölle Alaaf um reichlich Kamelle und Süßkram zu ernten. Auch Rufe nach Claudia, Peter, Maria, Willi... bewirken manch reiche Ernte.

Nach dem Zug fahren wir mit den gesammelten Reichtümern zu einem gemeinsamen Abschlussessen nach Flittard.
 

Abends geht es dann zur Nubbelverbrennung. Der Nubbel ist eine lebensgroße Strohpuppe, die während der Karnevalstage über vielen Kneipen hängt. Er muss für alle Sünden büßen, die während der tollen Tage begangen wurden und wird unter großem Wehklagen, Beschimpfungen und dem Singen von fröhlichen Karnevalsliedern verbrannt. 

 

Und am Aschermittwoch ist alles vorbei, aber nur noch weniger als 300 Tage und der Rest von heute bis zum 11.11. (das ist zu schaffen, oder?)...


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      (c) Musik-Corps Köln-Flittard, März 2017